Kieferorthopädie bei Kindern richtig absichern
Schiefe Zähne und Kieferfehlstellungen treten bei vielen Kindern auf. Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder übernimmt hohe Kosten für Zahnspangen und moderne Brackets und schützt Eltern vor teuren Eigenanteilen. Frühzeitiger Abschluss, die Wahl der richtigen Tarifoptionen und ein Blick auf die Kosten sind entscheidend, damit die kieferorthopädische Behandlung deines Kindes optimal verläuft.
Kosten kieferorthopädischer Behandlungen
Die Ausgaben für eine kieferorthopädische Therapie richten sich nach der Einstufung in die kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG). In den Stufen 1–2 gelten Fehlstellungen als nicht zwingend behandlungsbedürftig, weshalb die Krankenkasse nichts zahlt. Je nach Umfang der Behandlung belaufen sich die Kosten dann auf mehrere tausend Euro.
- Behandlungen bei KIG 1‑2: Gesamtkosten zwischen 3.000 und 5.000 Euro.
- Moderne Keramikbrackets, farblose Bögen oder Retainer: zusätzliche 1.000 bis 2.500 Euro.
- Bei KIG 3–5 übernimmt die gesetzliche Kasse nur die Basisversorgung – Extras müssen privat bezahlt werden.
Leistungen der gesetzlichen und privaten Versicherung
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt ausschließlich die standardisierte Grundversorgung und verlangt einen hohen Eigenanteil, der erst nach abgeschlossener Behandlung erstattet wird. Eine Zahnzusatzversicherung deckt die Mehrkosten für hochwertige Materialien und unsichtbare Zahnspangen.
- Gesetzliche Kasse: bezahlt nur einfache Metallbrackets, Co‑Zahlung wird erst nach erfolgreichem Abschluss erstattet.
- Zahnzusatzversicherung: erstattet Kosten für Keramik-, Saphir‑ oder unsichtbare Brackets und Retentionsgeräte.
- Hochwertige Tarife übernehmen bis zu 90 % der Zusatzkosten.
Rechtzeitig abschließen
Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung im Grundschulalter bringt zwei große Vorteile: Die Beiträge sind deutlich günstiger und die Wartezeit läuft ab, bevor eine Behandlung nötig wird. Wähle einen Tarif ohne Altersbegrenzung, der speziell hohe Erstattungen für Kieferorthopädie vorsieht.
- Früh abschließen: günstigere Beiträge und abgelaufene Wartezeiten, wenn die Behandlung startet.
- Tarife mit hoher Erstattung (80 bis 90 %) für Kieferorthopädie wählen.
- Auf jährliche Höchstbeträge und Staffelungen achten.
Behandlung optimal timen
Plane die Behandlung sorgfältig. Informiere dich über Wartezeiten und starte die Versicherung rechtzeitig, damit du bei Bedarf vollen Schutz hast. Hilfreiche Hinweise zu Wartezeiten findest du in unserem Beitrag Wartezeiten verstehen. Weitere Tipps zur Zahnpflege bietet unser Artikel Prophylaxe clever nutzen.
