Zahnzusatzversicherung: Wartezeiten verstehen und umgehen

Eine Zahnzusatzversicherung schützt dich vor hohen Eigenanteilen bei Zahnersatz, Kronen oder Inlays. Doch viele Tarife sehen Wartezeiten vor, bevor teure Leistungen übernommen werden. Wer die Regeln kennt und rechtzeitig vorsorgt, kann diese Zeit geschickt überbrücken.

Allgemeine und besondere Wartezeiten

Versicherer unterscheiden zwischen einer allgemeinen Wartezeit von meist drei Monaten für Zahnbehandlungen und einer besonderen Wartezeit von rund acht Monaten für Zahnersatz und kieferorthopädische Maßnahmen. In dieser Phase werden keine Kosten für bereits geplante Eingriffe erstattet.

  • Allgemeine Wartezeit: drei Monate für Füllungen und professionelle Zahnreinigung
  • Besondere Wartezeit: acht Monate für Implantate, Kronen und Kieferorthopädie
  • Ausnahmen: Notfallbehandlungen und Unfälle sind sofort versichert

Wartezeiten clever umgehen Tipps

Es gibt Tarife ohne Wartezeit, doch der Beitrag ist höher. Für junge Familien und Menschen mit bevorstehenden kieferorthopädischen Eingriffen lohnt sich ein solcher Tarif. Alternativ solltest du eine Zahnzusatzversicherung frühzeitig abschließen – am besten bevor der erste Zahnersatz notwendig wird – damit die Wartezeit in eine Phase fällt, in der du keine größeren Behandlungen benötigst.

  • Tarife ohne Wartezeit: höhere Beiträge, sofortiger Schutz
  • Frühzeitiger Abschluss: Versicherung starten, bevor du Behandlungen planst
  • Vorhandene Zahnprobleme: werden nicht übernommen, wenn die Behandlung vor Vertragsbeginn nötig war

Leistungen ohne Wartezeit nutzen

Viele Versicherer übernehmen prophylaktische Maßnahmen wie professionelle Zahnreinigungen oder Fissurenversiegelung sofort. Auch unfallbedingter Zahnersatz ist häufig ohne Wartezeit versichert. Prüfe die Tarifbedingungen genau, damit du Leistungen wie Wurzelbehandlungen, Inlays oder Kieferorthopädie für Kinder dann bekommst, wenn sie gebraucht werden.

  • Prophylaxe und professionelle Reinigung sind oft sofort abgedeckt
  • Unfallbedingter Zahnersatz ohne Wartezeit
  • Spezielle Leistungen wie Inlays und Kieferorthopädie prüfen

Mehr zu den hohen Kosten kieferorthopädischer Behandlungen erfährst du in unserem Beitrag über Kieferorthopädie bei Kindern.